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Fließender Kfz-Verkehr

Der Kfz-Verkehr ist die dominierende Verkehrsart in der Stadt Krefeld. 51% aller Wege im Binnenverkehr werden mit dem Kfz zurückgelegt sowie 80% aller Ziel- und Quellverkehrsfahrten. Dazu kommt noch der Durchgangsverkehr.

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Stadtentwicklung und Regionale Kooperation

Stadtentwicklung & Regionale Kooperation

Die räumlichen Strukturen und das bestehende Angebot für die verschiedenen Verkehrsmittel in Krefeld bestimmen das Verkehrsaufkommen und die genutzten Verkehrsmittel maßgeblich. Aber auch die Wechselbeziehungen Krefelds mit der umliegenden Region haben großen Einfluss. Während innerhalb der Krefelder Stadtgrenzen weniger als 50% der Wege mit dem Auto zurückgelegt werden, sind es bei Ziel- und Quellverkehren (also über die Stadtgrenzen hinaus) über 80%.

Entstehen neue Wohngebiete, wächst auch das Verkehrsaufkommen. Für eine umweltverträgliche Verkehrsentwicklung muss zeitgleich die Infrastruktur für Bus und Bahn sowie für Rad- und Fußverkehr wachsen.
Mit dem Handlungsfeld „Stadtentwicklung und regionale Kooperation“ werden Konzepte aufgezeigt, wie Ziele in der Stadt aus der Region mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Rad besser erreicht werden können, welche Anforderungen mit der Siedlungsentwicklung an die Verkehrsstruktur verbunden sind, wie umweltfreundliche Mobilität bei neuen Siedlungen gefördert werden soll und wie auch im Siedlungsbestand Verbesserungen erreicht werden können.

Mehr Informationen zum Handlungsfeld und erste Ergebnisse aus der Ideenwerkstatt erhalten Sie hier.

Zudem haben Sie die Möglichkeit, zu diesem Handlungsfeld im Vertiefungsbereich Fischeln eine konkrete Maßnahme vorzuschlagen.

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

  • Sind die erarbeiteten Handlungskonzepte zu Stadtentwicklung und Regionale Kooperation zielführend?
  • Haben Sie weitere Vorschläge?

Kommentare

Der Mobilitätsbedarf älterer Menschen wird nicht hinreichend berücksichtigt. Wer nicht mehr gut laufen kann, ist oft aufs Auto angewiesen - zum Einkaufen, für Arzt- und Therapiebesuche usw. Radverkehr hilft da nicht, der ÖPNV je nach Grad der Behinderung auch nur bedingt. Sinnvoll wären Gutscheine für (ermäßigte) Taxifahrten, bspw. für Senioren, die ihr Auto abgeben (und weder eine ÖPNV-Haltestelle noch ein Lebensmittelgeschäft vor der Haustür haben).

... wie ich finde.
Auch wenn ich noch nicht (ganz) so weit bin, aber tatsächlich sollten attraktive Alternativangebote für Senioren entwickelt werden. Zum Beispiel böten sich auch in Krefeld Rufbusse oder ähnliches an. Die heutige (Informations-)Technik bietet dazu alle Möglichkeiten.

Der Süden Krefelds wird nach Willen der Politik sehr große neue Wohngebiete und weitere Gewerbeansiedlungen ( Fichtenhain und Interkommunales Gewerbegebiet ) bekommen. Was fehlt ist die passende Infrastuktur für LKW, PKW, ÖPNV, Fahrrad und Fusswege. Diese sollte vor Baubeginn und weiteren Gewerbeansiedlungen realisiert werden. Die Vergangenheit hat z.B. in Fischeln gezeigt, wenn erst gebaut wird, passiert später nichts mehr. In Fischeln tragen die Bewohner und Nutzer des Ortskerns nun seit vielen Jahren die Belastungen durch den Verkehr allein. Der Süden Krefelds ist u.a. für viele Düsseldorfer interessant. Entsprechend sollte das Baugebiet Plankerheide und Fischeln Ost als erste gebaut werden. Es gibt hier durch die K Bahn bereits eine ÖPNV Anbindungen mit 2 Haltestellen.

Von den Pendlern nach Düsseldorf benutzen 85% das Auto oder den Zug! Warum wohl?

Nicht nur die A44 ist der Grund. Grund dafür sind auch die Fahrzeiten der Stadtbahn und des Zuges. Der Startpunkt innerhalb Krefelds spielt auch eine Rolle.

In der Innenstadt und auf der Achse Kölner Straße/K-Bahn-Trasse ist man natürlich am besten bedient. Aus allen anderen Stadtteilen kommt die Fahrt zur Rheinstraße/dem Hbf mit Bus und Bahn noch hinzu. Die K fährt gut 40 Minuten, der Zug 25 Minuten. Mit zusätzlicher Anfahrt ist man schnell bei mindestens einer Stunde, während man mit dem Auto binnen 30 Minuten in Düsseldorf ist, aus den nördlichen Stadtteilen in 40-50 Minuten.

Die U76 könnte nur beschleunigt werden in dem man das alte Prinzip der K-Bahn wieder einführt. Das heißt die U70/76 hält ab Hoterheide nicht mehr überall. Dafür folgt ab Görgesheide direkt eine 74 die dann überall anhält. Nachteil: Diejenigen, die zu einer Haltestelle müssen, die von der 76 nicht angefahren wird, müssen an der Görgesheide/Hoterheide in die direkt folgende 74 umsteigen. In die andere Richtung hat man dies auch so gelöst. Die K fährt vor und die damalige Straßenbahnlinie 10 fuhr direkt hinterher und hielt dafür auch überall. Der Fahrzeitgewinn läge vermutlich bei 5-10 Minuten, wenn noch mehr halte als bei der aktuellen U70 wegfallen.

Gute Idee! Die Mischung von Schnellverbindungen (mit wenigen Haltepunkten) und folgenden "Sammlern/Verteilern", die an jedem Baum halten, sollte es öfter geben - auch bei Bussen. Gibt es dafür eigentlich eine Fachbezeichnung?

Eine Großstadt, die keine stündliche Anbindung an das Fernverbindungsschiennetz hat!
Zumindest Fernbusse am Südausgang des Hbf sollte es geben.

Der Flixbus hält dort doch!?

Die Gebiete in Fischeln sollten sich an dem Projekt autofreie Siedlung in Köln orientieren.
Dabei sollten auch die bekannnten Forschungsergebnisse herangezogen werden. Von der Goethe Uni hat Herr Andreas Blechschmidt ein Foorschungsergebnis veröffentlicht :
Wohnen ohne Auto – Nischenkonzept oder Zukunftsmodell für nachhaltige Stadtentwicklung?
Planungen und Umsetzungen autofreier bzw. autoreduzierter Stadtentwicklungsprojekte im Vergleich

Neben der Ahndung von Verstößen (Parken auf Radwegen/Geschwindigkeitsverstöße auf Fahrradstraßen etc.) sollte der Vorbeugung mehr Raum gewidmet werden z.B. durch Rotlichtüberwachung (Beispiel: nach Umschalten auf Rotlicht passieren regelmäßig 3 - 4 PKW die Kreuzung St. Töniser Str./Ring).
Baustellenmanagement: Regelmäßig blockieren Verkehrschilder (z.B. Halteverbotsschilder) die Radwege und nicht die Straßenränder.
Verwaltungskommunikation: Selten Feedback der Verwaltung auf schriftliche Hinweise/Anzeigen/Nachfragen. Eher "Abwimmeln" als sachkundige Antworten. Kommunikationskultur der städtischen Ämter ist unbedingt zu verbessern!

Schluss mit dem Flickenteppich der unterschiedlichen Geschwindigkeitsregelungen und einheitlich Tempo 30 auf allen Fischelner Str.. Dann wissen alle Verkehrsteilnehmer immer woran sie sind und keine(r) kann sich mehr rausreden. Der Verkehr fließt gleichmäßiger und damit voraussichtlich weniger Staus und weniger Schadstoffausstoß und weniger Lärm, der Verkehr wird sicherer, weil bei 20km/h weniger der Aufprall um ein Mehrfaches geringer wird, und weil die Einschätzung der Geschwindigkeit des Anderen einfacher/besser wird, weniger Schätzfehler mit fataler Wirkung vorkommen.

Parallel zur Planung für die neuen Baugebiete Fischeln Süd-West, Plankerheide, Interkommunales Gewerbegebiet A44 usw. ist das ÖPNV-Netz für Fischeln systematisch, d.h. in Gesamtbetrachtung, und nicht nur jeweils punktuell zu betrachten, als Ganzes neu auszurichten und in großer Linie zu ergänzen. Ein sinnvoller Ansatz wäre es, die Linie 042(endet bislang vor Outokompou) als Schleife nach Fischeln zum Verkehrsverknüpfungspunkt Grundend weiter zu führen. Damit könnte das wachsende aber bislang unterversorgte/schlecht versorgte Gewerbegebiet Europark Fichtenhain, Fischeln Süd-West und Interkommunales Gewerbegebiet A 44 in einem Zuge vernünftig bedient werden. Die SWK-mobil ist ja eine Tochtergesellschaft im Eigentum der Stadt und müsste in diesem Sinne von Rat und Verwaltung über die einschlägigen Aufsichtsgremien entsprechend beauftragt werden. Es kann doch nicht sein, dass es für Fischeln Süd-West und auch das Interkommunale noch keine diesbezüglichen Vorgaben gibt. Städtebauliche Planung und ÖPNV müssen überall von Beginn an synchron und abgestimmt arbeiten und nicht zeitversetzt. ÖPNV braucht in und für neue Siedlungseinheiten vernünftige Trassen und Verknüpfungspunkte, das muss doch zusammen gedacht werden. Da sitzen doch jeweils Planer mit der gleichen Ausbildung, die müssen doch gut miteinander klarkommen, zumal wenn sie klare Vorgaben bekommen.

Vielleicht kann Krefeld neben anderen Städten in der Region daran mitarbeiten, dass der ÖPNV vereinfacht wird. Das aktuelle Tarifsystem ist viel zu unübersichtlich. Und bitte keine Online-Tickets, die einen dazu zwingen sich ein Smartphone anzuschaffen, wenn man eine günstige Fahrkarte kaufen will, das ist weder niederschwellig noch inclusiv. Mehr Möglichkeiten zur Fahrradmitnahme schaffen. Im Bahnhofsumfeld Abstellmöglichkeiten für Fahrräder schaffen. Fahrradmitnahme im ÖPNV kostenlos.

Meiner Empfindung nach sollte die RE-Anbindung an das Ruhrgebiet ausgehend von Krefeld HBF verbessert werden.
Wenn nicht gerade der RE10 Umleitungen fährt, bietet im Regelverkehr nur der RE42 die Möglichkeit, Duisburg HBF schnell zu erreichen. Er verkehrt lediglich einmal die Stunde. RB33 und RB35 leisten mit der Anbindung der kleineren Haltestelle einen wichtigen Beitrag, von Krefeld HBF ist die Fahrtzeit dadurch aber natürlich verlängert. Attraktivitätssteigernd sind IMO aber vor allem kurze Fahrtzeiten zwischen den größten Stationen.
Mein Plädoyer wäre also für eine zweite, schnelle RE-Verbindung zwischen Krefeld HBF und dem Ruhrgebiet. Zumal sich die Anbindung aktuell durch die RRX-bedingte Umstellung sogar verschlechtert hat. Vorher fuhr der RE11 bis nach Dortmund und weiter, der RE42 biegt nun ab Essen nach Norden ab. Im Rahmen des RRX-Projekts mag dies durchaus sinnvoll sein, da die Stammstrecke zwischen Düsseldorf und Dortmund nun häufiger direkt bedient wird. Die Anbindung von Krefeld ans Ruhrgebiet ist dadurch allerdings unattraktiver geworden - zumindest für alle, die über Essen hinaus fahren möchten.
Sicherlich kann die Stadt Krefeld eine solche Entscheidung nicht alleine treffen, ich würde mir jedoch wünschen, dass sie sich für eine bessere SPNV-Verbindung einsetzt. Praktische Anregung (ohne die Umsetzbarkeit im Detail bewerten zu können): Die laut Konzept angedachte Verbindung nach Duisburg per S-Bahn kann vielleicht eine der beiden RB-Verbindungen ersetzen, das "freiwerdende" DB-Personal und -Material dann als Grundlage für eine neue, schnelle RE-Verbindung dienen.

Auf Grund der klimatisch bedingten in Zukunft zu erwartenden Bedingungen und auf Grund des stark ansteigenden Verkehrsaufkommens mit belastenden Lebensbedingungen sind in Krefeld Pilotprojekte zu starten. Im Zentrum startet das Projekt: Verkehrsberuhigung im Geschäftsviertel. Es wird gesunder Freizeitgestaltung für Jung und Alt Raum geboten, Sitzgelegenheiten an der frischen Luft und gleichzeitig mit viel Grün wird der Handel beim Spazierengehen angeregt und eine Alternative zum Internet geschaffen. Auch die Viertel werden verkehrsberuhigt, netzartige Verbindungen zwischen den Vierteln bleiben zunächst bestehen. Hier soll Öffentlicher Strassenverkehr eingesetzt werden. Auf den bestehenden Straßen wird der Autoverkehr zunehmend verlangsamt und abgebaut. Parkplätze werden am Stadtrand geschaffen mit guten Anbindungsmöglichkeiten und Fahrradverlei. Auf den verbleibenden Wegen ist Fahrradverkehr und Fussgängerverkehr möglich und haben Vorrang. Lieferverkehr mit umweltfreundlichen Fahrzeugen ist ebenfalls möglich. So kann es auch Lieferdienste für alte und kranke Menschen geben, sowie spezielle, umweltfreundliche Fahrzeuge für diesen Personenkreis. Überall gibt es viel Grün, das die Gesundheit der Menschen und die Artenvielfalt fördert, also den "Wald in die Stadt" holen und auch"die essbare Stadt" verwirklichen, an dem jeder Bürger teilhaben kann. Dach- und Wandbegrünung bilden die natürlichen Dämmungsmethoden, die auf gefährliche Materialien verzichten. Dies insgesamt ist unumgänglich und es wird zu einer finanziell und sozial attraktiven, gesunden und klimafreundlichen Lebensgestaltung führen. Kinder können auf der Strasse spielen, was die Familien entlastet, alte Menschen müssen keine Angst vor dem Strassenverkehr haben, auch die Lärmbelästigung und Abgase und Feinstaub sind derzeitig zu einer erheblichen Belastung geworden. Die insgesamt unschöne Umgebung hat zum Rückzug in die hauseigenen vier Wände geführt, was niemandem nutzt. Diese Maßnahmen führen zu einer Öffnung der Gesellschaft, von der alle profitieren.